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Deflation
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Deflation bezeichnet den RĂŒckgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie.cite-ref-1[1] Deflation tritt auf, wenn die Inflationsrate unter 0 % fĂ€llt. Dadurch können mit der gleichen Geldeinheit mehr Waren und Dienstleistungen als zuvor gekauft werden. Das Gegenteil von Deflation ist Inflation. Deflation unterscheidet sich von Disinflation, bei der die Inflationsrate sinkt, aber immer noch positiv ist.cite-ref-2[2]

Deflation tritt normalerweise auf, wenn das Angebot zu hoch (Überschussproduktion), oder die Nachfrage zu niedrig ist (Konsumeinbruch).cite-ref-3[3] Daneben gibt es weitere mögliche Ursachen fĂŒr Deflation, wie ein plötzlicher RĂŒckgang der Geldmenge.cite-ref-4[4] Deflation hat verschiedene Effekte auf eine Ökonomie. Sie erhöht den realen Wert von Schulden, insbesondere wenn die Deflation unerwartet kommt. Deflation kann Rezessionen verschlimmern und zu einer Deflationsspirale fĂŒhren.

Es besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens, dass Deflation schĂ€dlich fĂŒr eine moderne Wirtschaft ist.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] Die meisten Ökonomen befĂŒrworten daher eine stabile und niedrige Inflation.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]

Contents

‱ Ursachen
‱ Geldpolitik
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Auswirkungen

Preissenkungen wirken sich positiv auf die Wohlfahrt aus, wenn sie auf gestiegener Effizienz beruhen. Im Gegensatz dazu beruhen die Preissenkungen bei Deflation meist auf fehlender Nachfrage. Dies fĂŒhrt dazu, dass Unternehmen nicht mehr investieren, weil Investitionen keinen Gewinn mehr versprechen und Konsumenten ihre Konsumausgaben möglichst nach hinten schieben, weil die Produkte immer billiger werden. Deflation fĂŒhrt dann zu einer schweren Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit, so wie z. B. in der Großen Depression.cite-ref-10[10]

Direkte Auswirkungen

Waren und Dienstleistungen werden stetig billiger. Folglich sinken die Gewinnerwartungen der Unternehmen, diese investieren weniger und versuchen stattdessen, die Kosten zu senken, z. B. durch Senkung der GĂŒterproduktion (Kurzarbeit, Standortschließungen etc.), durch Entlassungen und durch Lohnsenkungen. Die Arbeitslosigkeit steigt, die Einkommen sinken. Es kann weniger konsumiert werden, die Nachfrage nach KonsumgĂŒtern schrumpft und die Steuereinnahmen des Staates sinken. Die gesamte Wirtschaftsleistung verringert sich zunehmend.cite-ref-duden-11-0[11] Bei Ausbleiben von Gegenmaßnahmen entsteht eine Wirtschaftskrise.

WĂ€hrend Preise, Gewinne und Löhne in einer Deflation sinken, bleibt der Nennwert von Krediten und anderen Schuldtiteln unverĂ€ndert. Dadurch werden Schuldner benachteiligt, da ihre ĂŒber Kredite finanzierten SachgĂŒter in Geldeinheiten gemessen an Wert verlieren, aber sie nach wie vor den gleichen anfangs festgesetzten monetĂ€ren Wert begleichen mĂŒssen. Hingegen profitieren Besitzer von Geldvermögen von einer Deflation, da ihr Kapital nun – zinsbereinigt – einen höheren Wert hat als am Anfang der Periode. In der Folge kommt es vermehrt zu Insolvenzen von verschuldeten Unternehmen, mit negativen Auswirkungen auf deren Arbeitnehmer und GlĂ€ubiger. Die weitere Folge kann eine Schuldendeflation sein, also eine Finanzkrise und eine sich durch die Sparmaßnahmen der Wirtschaftsakteure immer weiter verstĂ€rkende Deflation mit der Folge der Vertiefung der Wirtschaftskrise.cite-ref-12[12]

Die Kaufkraft der Konsumenten steigt, wenn die Löhne nicht stĂ€rker sinken als die Preise. Wenn die Löhne stabil bleiben, obwohl die Unternehmen Löhne in der Höhe nicht mehr finanzieren können (LohnrigiditĂ€t), fĂŒhrt dies zu Unternehmensinsolvenzen.

Geldpolitische Reaktion

„Klassische Deflationen“ in Form von massivem Preisverfall ĂŒber breite GĂŒter- und Dienstleistungsangebote hinweg hatten z. B. in der Weltwirtschaftskrise um 1930 eine starke Tendenz zu einer gewissen Dauerhaftigkeit. Litt ein Land einmal unter einer deflationĂ€ren Phase, so war die Gefahr einer selbsterhaltenden bzw. sogar selbstverstĂ€rkenden Tendenz sehr groß: Sinkende Preise und Einkommen fĂŒhrten zu einer merklichen KaufzurĂŒckhaltung der Konsumenten, da diese mit weiter sinkenden Preisen bzw. Einkommen rechneten. Die sinkende Nachfrage wiederum bewirkte eine niedrigere Auslastung der ProduktionskapazitĂ€ten oder gar Insolvenzen und damit weiter sinkende Preise und Einkommen. Aufgrund der negativen Auswirkungen auf die GlĂ€ubiger, z. B. Banken, schrĂ€nken diese ihre Kreditvergabe ein, was die Geldmenge vermindert und Wirtschaftswachstum erschwert. Diesen Kreislauf bezeichnet man im Allgemeinen als Deflationsspirale.

Seit dem Aufkommen keynesianischer und monetaristischer Theorie gilt Deflation als verhinderbar. So geht z. B. Ben Bernanke davon aus, dass eine Deflation durch geldpolitische und fiskalpolitische Maßnahmen, notfalls auch durch quantitative Lockerung schnell beendet werden kann.cite-ref-13[13] Im Rahmen der Finanzkrise ab 2007 wurde eine „Gefahr der Deflation“ gesehen.cite-ref-gefahr-der-deflation-14-0[14] In Japan ist seit den 1990er Jahren ein rĂŒcklĂ€ufiges Preisniveau zu beobachten.

Ursachen

Konsum- und InvestitionszurĂŒckhaltung

Wenn sich eine Volkswirtschaft im Abschwung eines Konjunkturzyklus befindet, reagieren die Menschen vorsichtig. Sie erwarten, dass sich ihre Einkommenslage verschlechtern wird, sie fĂŒrchten um ihren Arbeitsplatz, und geben deshalb in der Erwartung eines zukĂŒnftig geringeren Einkommens und der daraus resultierenden Haltung der Existenzsicherung weniger Geld aus. Eine vermehrte Zunahme der persönlichen finanziellen RĂŒcklagen setzt allenfalls dann ein, wenn der Zustrom an Geld fĂŒr die Person nicht so stark sinkt wie der Abfluss an Geld.

Auch die Unternehmen halten sich zurĂŒck. Es wird nur das Nötigste gekauft und wenig investiert (sogenannte InvestitionszurĂŒckhaltung). Dieser NachfragerĂŒckgang fĂŒhrt dazu, dass Unternehmen geringere UmsĂ€tze bzw. auch Gewinne erzielen und im Anfangsstadium rationalisieren (hĂ€ufig durch Massenentlassungen) oder schließlich, in letzter Instanz, zahlungsunfĂ€hig werden. Insgesamt sinkt nun die GesamtgĂŒternachfrage bei ungefĂ€hr gleich bleibendem GĂŒterangebot (NachfragelĂŒcke).

GrundsĂ€tzlich sind geringere BedĂŒrfnisse die Ursache von KonsumzurĂŒckhaltung. Ob diese geringeren BedĂŒrfnisse aus Selbstbeherrschung oder mangelndem Geld resultieren ist eine andere Sache. Eine grĂ¶ĂŸere Sparneigung kann ebenfalls ein Grund sein, hervorgerufen durch eine verschlechterte Zukunftserwartung. Dieses PhĂ€nomen ist zurzeit in Japan zu beobachten (Stand: 2011).

Vermögensdeflation, Kreditdeflation

Besonders durch das Platzen von Spekulationsblasen wie z. B. Immobilienblasen kommt es zu einer Vermögensdeflation, vor allem, wenn die VermögensgegenstĂ€nde durch Kredite finanziert worden sind. Die sinkenden Vermögenspreise fĂŒhren dann zur Überschuldung von Haushalten, wodurch es zu KreditausfĂ€llen kommt und auch die Banken in BedrĂ€ngnis geraten. Da nun weniger neue Kredite vergeben werden als auslaufen und ausfallen, sinkt die Geldmenge. Die Konsumenten können ebenfalls ihre Konsumausgaben kaum noch mit Krediten finanzieren, so dass in der Volkswirtschaft die Nachfrage zurĂŒckgeht. So kann die Vermögensdeflation eine allgemeine Deflation auslösen.cite-ref-gefahr-der-deflation-14-1[14]cite-ref-15[15]

Der Ökonom Heiner Flassbeck spricht von „Schuldendeflation“, die ihre Ursachen in der Spekulation von Banken und Fonds auf dauerhaft steigende Preise von Vermögensanlagen und den Kurswert bestimmter WĂ€hrungen hat. Wenn diese Wetten zusammenbrechen, mĂŒssen fieberhaft Vermögensanlagen verkauft werden, deren Preise durch das gleichzeitige hohe Angebot kollapsartig verfallen. Eine solche Spirale nach unten ĂŒbersteigt die sog. „SelbstheilungskrĂ€fte“ des Marktes.cite-ref-16[16]

Lohndeflation

Wegen der positiven RĂŒckkopplung der Entwicklung von Löhnen und Preisen (Lohn-Preis-Spirale) fĂŒhrt eine Deflation bzw. Lohndeflation zu einem sich kumulativ selbstverstĂ€rkenden Prozess in einer Volkswirtschaft, bei dem GĂŒter- und Faktorpreise gleichzeitig fallen. Bilden sich langfristige Deflationserwartungen heraus, dann fĂ€llt es der Zentralbank Ă€ußerst schwer, diese durch eine expansive Geldpolitik zu brechen. Dieses PhĂ€nomen wird als LiquiditĂ€tsfalle bezeichnet: Aufgrund verfestigter Deflationserwartungen in der Wirtschaft bieten selbst nominale Zinsen von Null Prozent keine Anreize fĂŒr die Kreditvergabe durch GeschĂ€ftsbanken an Investoren oder Konsumenten.

Die Kreditrisiken der GlĂ€ubiger gegenĂŒber den potenziellen Schuldnern werden von den GlĂ€ubigern aufgrund der allgemeinen Unsicherheit ĂŒber die zukĂŒnftige Wirtschaftsentwicklung infolge der Deflation höher als die durch die Kreditvergabe fĂŒr die GlĂ€ubiger erzielbaren Zinserlöse angesehen. Kreditrationierung durch die Kreditinstitute verhindert dann, dass die potenziell vorhandene LiquiditĂ€t durch die Nullzinspolitik der Zentralbank in effektive Nachfrage bei Investoren und Konsumenten umgesetzt werden kann, was ĂŒber steigende Kreditvergabe durch GeschĂ€ftsbanken durchaus möglich wĂ€re. Erst wenn wieder Vertrauen in der Wirtschaft auf ein nahes Ende der Deflation entsteht, löst sich die LiquiditĂ€tsfalle, in der die Geldpolitik steckt, auf, und der normale Wirkungszusammenhang stellt sich wieder her.

Marktliberalisierung

Zunehmender Wettbewerb durch binnen- oder außenwirtschaftliche Liberalisierung wirkt in der Regel preissenkend. Deregulierungsmaßnahmen wie die Abschaffung von (ggf. staatlichen) Monopolen oder Preisbindungen sowie verstĂ€rkter internationaler Freihandel können deshalb deflatorisch wirken, sofern sie auf breiter Front erfolgen und eine Vielzahl von Branchen betreffen.

Reduktion der Staatsausgaben

Eine weitere mögliche Quelle fĂŒr Deflation ist der Staatssektor. Wenn eine Regierung die Staatsausgaben drastisch kĂŒrzt, etwa um das Budgetdefizit zu verringern oder einen BudgetĂŒberschuss zu erzielen, fĂ€llt die staatliche Nachfrage auf den MĂ€rkten kleiner aus, und man gelangt wieder bei gleich bleibendem Angebot zu einer NachfragelĂŒcke.

Außenwirtschaftliche Ursachen

Auch außenwirtschaftliche EinflĂŒsse können Auslöser eines deflationserzeugenden AngebotsĂŒberschusses sein:

Erstens im Fall wegbrechender Nachfrage aus dem Ausland wegen dort regional lahmender Konjunktur oder einer Weltwirtschaftskrise. Dies trifft die eigene Volkswirtschaft umso mehr, je grĂ¶ĂŸer der Export­anteil ist.

Zweitens durch Aufwertung der eigenen WĂ€hrung, die die Ausfuhren fĂŒr die auslĂ€ndischen Kunden teurer macht. Wenn etwa der Euro gegenĂŒber dem US-Dollar aufwertet, d. h. der Eurokurs im VerhĂ€ltnis zum USD steigt, erhöhen sich die Dollarpreise fĂŒr deutsche ExportgĂŒter in den USA und die Nachfrage nach diesen GĂŒtern sinkt. Gleichzeitig macht die Aufwertung der InlandswĂ€hrung Importprodukte gĂŒnstiger und setzt zusĂ€tzlich die inlĂ€ndische Produktion unter Druck, die ggf. ebenfalls ihre Preise reduzieren muss. Beides schlĂ€gt sich im inlĂ€ndischen Preisniveau nieder.

Drittens kann ein AngebotsĂŒberschuss im Inland entstehen, wenn auslĂ€ndische MĂ€rkte sich abschotten, etwa durch Zölle oder andere protektionistische Maßnahmen.

WĂ€hrungsverbĂŒnde

Wenn ein Land seine WĂ€hrung (etwa durch ein Currency Board) an die eines anderen Landes koppelt, das ein höheres ProduktivitĂ€tswachstum, eine gĂŒnstigere Entwicklung der LohnstĂŒckkosten o. Ä. aufweist, muss es zum Erhalt seiner WettbewerbsfĂ€higkeit entweder selbst in gleichem Maße produktiver werden oder seine Faktorpreise (z. B. Löhne) senken. Letzteres fĂŒhrt in Richtung Deflation. Einen analogen Effekt wie feste Wechselkurssysteme haben WĂ€hrungsunionen.

MonetÀre Ursachen

Nach monetaristischer Vorstellung sind Inflation und Deflation immer und ĂŒberall ein monetĂ€res PhĂ€nomen (Milton Friedman). Die dahinterstehende Idee ist, dass eine restriktive Geldpolitik (Erhöhung der Mindestreserve, Steigerung des Zinssatzes) ĂŒber die QuantitĂ€tsgleichung zu niedrigeren Preisen fĂŒhrt. Doch auch nach nicht-monetaristischer Sicht fĂŒhrt eine restriktive Geldpolitik zu Deflation, da sie (beispielsweise durch die höheren Zentralbankzinsen) die gesamtwirtschaftliche Nachfrage dĂ€mpft.

QuantitÀtstheoretischer Ansatz (Monetarismus)

In einer Deflation sinken der nominelle Gewinn, der nominelle Wert von Unternehmen und der nominelle Wert der Arbeitsleistung, wĂ€hrend der Wert von Krediten stabil bleibt. Die reale Schuldenlast erhöht sich also durch einen allgemeinen Preisverfall. Dies hat in einer modernen Volkswirtschaft gewaltige Auswirkungen, weil die Buchgeldmenge um ein Vielfaches höher ist als die Bargeldmenge. Buchgeld ist eine durch Kreditvergabe der Banken entstandene Geldmenge (Giralgeldschöpfung).cite-ref-kasten81-17-0[17] Dass eine lĂ€ngere Deflationsphase eine Depression verursacht wurde erstmals von Irving Fisher in The Debt-Deflation Theory of Great Depressions (1933) dargestellt. Er beschrieb eine Verkettung von UmstĂ€nden, die zu Schuldendeflation fĂŒhrt:cite-ref-fisher33-18-0[18]

1. Schuldner versuchen mit NotverkÀufen (VerkÀufe zu sehr niedrigen Preisen) kurzfristig zahlungsfÀhig zu werden.
2. Die RĂŒckzahlung von Schulden fĂŒhrt zu einer Verringerung der Giralgeldschöpfung der Banken und somit zu einer Verringerung der Geldmenge.
3. Durch Verringerung der Geldmenge sinkt das Preisniveau.
4. Durch sinkendes Preisniveau sinken die Unternehmenswerte. Die KreditwĂŒrdigkeit der Unternehmen verringert sich was die VerlĂ€ngerung bzw. Umschuldung von Krediten erschwert.
5. Die Gewinne der Unternehmen sinken.
6. Die Unternehmen senken die Produktion und entlassen ArbeitskrÀfte.
7. Es entsteht ein allgemeiner Vertrauensverlust in die wirtschaftliche Lage.
8. Statt zu investieren wird Geld gehortet.
9. Die nominellen ZinssÀtze sinken zwar, aufgrund des allgemeinen Preisverfalls erhöht sich jedoch das reale Gewicht der Zinslast.

Das Ergebnis der Schuldendeflation ist scheinbar paradox: je mehr Schulden zurĂŒckgezahlt werden, desto stĂ€rker sinkt die Geldmenge (falls Regierung und Zentralbank so wie zu Anfang der Weltwirtschaftskrise nicht reflationierend eingreifen), desto stĂ€rker sinkt das Preisniveau, desto drĂŒckender wird das reale Gewicht der verbleibenden Schuldenlast.

LiquiditÀtshypothese (Keynesianismus)

WĂ€hrend die neoklassische Theorie immer behauptet hatte, dass Änderungen der Preise keine Auswirkungen auf die Realwirtschaft hĂ€tten, warnte John Maynard Keynes bereits 1923 vor den Folgen einer mit der RĂŒckkehr zum internationalen Goldstandard verbundenen Deflation.cite-ref-19[19] Der Fall der Preise wĂŒrde Verluste fĂŒr Investitionen bedeuten und auf Kredit finanzierte GeschĂ€fte zum Stillstand bringen. Unternehmer wĂŒrden sich wĂ€hrend einer schweren Deflation am besten ganz aus dem GeschĂ€ft zurĂŒckziehen und jedermann sollte geplante Ausgaben möglichst lange aufschieben. Ein Weiser werde seine Anlagen zu Geld machen, sich von allen Risiken und AktivitĂ€ten fernhalten und in lĂ€ndlicher ZurĂŒckgezogenheit die stĂ€ndige Wertsteigerung seines Geldes abwarten.

Auf Basis der allgemeinen Gleichgewichtstheorie betrachtet fĂŒhrt Schuldendeflation zwar zu einer Kaufkraftumverteilung von den Schuldnern hin zu den GlĂ€ubigern, der Markt bleibt aber im Gleichgewicht. In diesem Modell hat nicht die Schuldendeflation selbst, sondern erst die dadurch ausgelöste Erwartungshaltung der Menschen fatale Folgen.cite-ref-kasten81-17-1[17] Normalerweise wĂŒrden niedrige Zinsen ein Investitionssignal setzen (tun sie jedoch dann nicht, wenn die Unternehmer mit weiter sinkender Nachfrage und steigendem Realzins rechnen – siehe auch Investitionsfalle). WĂ€hrend einer Deflation gehen Konsumenten und Unternehmer aufgrund sinkender Löhne und Preise erfahrungsgemĂ€ĂŸ davon aus, dass die Löhne und Preise zukĂŒnftig noch weiter sinken werden. Da die Menschen erwarten, dass sich aufgrund sinkender Löhne und Profite die reale Schuldenlast mit der Zeit erhöht, die Einnahmen sich vermindern, verzichten sie auf Konsum bzw. Investitionen (Sparparadoxon).cite-ref-20[20]cite-ref-21[21] Da Kredite zurĂŒckgezahlt und neue Kredite nur sehr zurĂŒckhaltend aufgenommen werden, verringert sich die gesamtsektorale Nettokreditaufnahme, es kommt zu einer Verringerung der Geldmenge, woraus die Deflationsspirale sich weiter nach unten dreht.

Freiwirtschaftliche Theorie

Die freiwirtschaftliche Theorie – die von der ĂŒberwiegenden Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler abgelehnt wird – betrachtet die nach ihrer Überzeugung sinkende Geldumlaufgeschwindigkeit als Hauptursache der Deflation. Diese „Geldhortung“ entsteht laut Freiwirtschaftslehre dadurch, dass eine Investition, deren Rendite geringer als die LiquiditĂ€tsprĂ€mie ist, nicht mehr lukrativ sei und das Geldangebot auf dem Kapitalmarkt deshalb zurĂŒckgehe.

ProduktivitÀtssteigerungen

Wie die QuantitĂ€tstheorie des Geldes nahelegt, kann eine Deflation nicht nur durch eine Verknappung des Geldangebots, sondern auch durch eine Ausweitung des GĂŒterangebots entstehen. Ist dies der Fall, kann eine Deflation sich durchaus positiv auf den Wohlstand der Bevölkerung auswirken, weil diese bei gleichen Nominallöhnen mehr Kaufkraft hat. WĂ€hrend der zweiten industriellen Revolution von 1873 bis 1896 erweiterte sich durch neue Technologien und die weltweite Ausweitung von Eisenbahnnetzen das GĂŒterangebot, wĂ€hrend der Beitritt einiger europĂ€ischer Staaten (Deutschland, Belgien, die Niederlande, Skandinavien und spĂ€ter Frankreich) in den Goldstandard die Geldmenge verknappte. Diese Zeit erlebte eine durchschnittliche Deflation von 2 % im Jahr bei einem jĂ€hrlichen Wachstum von 3 %. In den „goldenen“ 1920er Jahren wuchs das GĂŒterangebot ebenfalls, vor allem durch die Verbreitung von Automobilen, KĂŒhlschrĂ€nken und Radios in US-amerikanischen Haushalten. Die Deflation betrug in dieser Zeit 1–2 % im Jahr.cite-ref-22[22]

Ein Ă€hnliches PhĂ€nomen, das digitale Deflation genannt wird, ist derzeit im IT-Sektor zu beobachten: Durch stetige technologische Verbesserungen fĂ€llt der Preis von Produkten aus dieser Sparte bestĂ€ndig – eine Abwandlung des Mooreschen Gesetzes prognostiziert eine Halbierung des Preises fĂŒr ein IT-Produkt etwa alle 18 Monate.cite-ref-23[23] Da hier die Preissenkungen nur eine gewisse Branche und nicht die Gesamtwirtschaft betrifft, ist die Bezeichnung als Deflation eigentlich falsch.

Gegenmaßnahmen

Bis in die 1930er Jahre glaubten die meisten Volkswirte, dass eine Deflation sich durch das freie Spiel der MarktkrĂ€fte selbst ĂŒberwindet. Das sinkende Preisniveau werde auch ohne staatliche Eingriffe wieder zu einer steigenden Nachfrage fĂŒhren (Liquidationsthese). Die Weltwirtschaftskrise widerlegte diese These.cite-ref-24[24] In den Vereinigten Staaten wurde die Deflation im Rahmen des New Deal durch die Änderung der Geldpolitik, insbesondere die Abkehr vom Goldstandard, bekĂ€mpft.

Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik

Eine pro-zyklische Steuerpolitik oder ein AusteritĂ€tskurs in Reaktion auf eine Wirtschaftskrise können in eine Deflationsfalle fĂŒhren, woraus eine Volkswirtschaft nur durch eine nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik herausgefĂŒhrt werden kann, falls andere positive EinflĂŒsse ausfallen.cite-ref-krugman-25-0[25]

So wurden in der Weltwirtschaftskrise 1929 vielfach staatliche Investitionsprogramme beschlossen. Eine theoretische Grundlage fĂŒr eine derartige Politik wurde insbesondere durch John Maynard Keynes geschaffen (1936). Der Staat erhöht seine Nachfrage, etwa durch BeschĂ€ftigungs- und Infrastrukturprogramme – auch ĂŒber Kreditfinanzierung (Deficit spending) – und senkt die Steuern, um dadurch der Volkswirtschaft eine InitialzĂŒndung zu geben.

Seither hat es eine Deflation insbesondere seit den frĂŒhen 1990er Jahren in Japan gegeben.

Keynesianisch orientierte Ökonomen wie Heiner Flassbeck rechneten 2008 in Folge der weltweiten Finanzkrise auch fĂŒr Deutschland, durch die fehlende Binnennachfrage, mit dem Abgleiten in eine Deflation.cite-ref-26[26] Anfang 2010 sieht Paul Krugman Griechenland durch Staatsverschuldung und Kreditverteuerung, der es ohne geldpolitischen Handlungsspielraum nicht gegensteuern kann, in einer Deflationsspirale gefangen.cite-ref-krugman-25-1[25] EU-WĂ€hrungskommissar Olli Rehn hat angesichts der Griechenland-Krise nicht nur eine effektivere Überwachung der Haushaltspolitik der Euro-Staaten gefordert, sondern die EU-LĂ€nder, die ZahlungsbilanzĂŒberschĂŒsse aufweisen, zu einer StĂ€rkung der Binnennachfrage aufgerufen.cite-ref-27[27]

Der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sieht zu einer Deflation fĂŒr Griechenland keine Alternative.cite-ref-28[28] GemĂ€ĂŸ Desmond Lachman (zuvor IWF, danach AEI) sind Deflation und Depression die Folge, wenn Griechenland exakt das tut, was IWF und EuropĂ€ische Union von ihm erwarten.cite-ref-29[29]

Geldpolitik

Als Geldpolitik werden alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Zentralbank bezeichnet. Da sie eine wichtige Rolle bei der BekĂ€mpfung der Inflation ĂŒbernehmen, sind sie auch bei der BekĂ€mpfung von Deflation wichtig. So ist z. B. die EZB darauf verpflichtet, PreisniveaustabilitĂ€t (und somit weder eine signifikante De- noch Inflation) anzustreben. Ihr selbst gestecktes Preisziel sieht sie bei einem Wachstum des Harmonisierten Verbraucherpreisindexes von knapp unter zwei Prozent.

Zur BekĂ€mpfung einer Deflation greifen Zentralbanken im Allgemeinen zu Zinssenkungen. Oft fĂŒhrt dies aber zum keynesianisch als LiquiditĂ€tsfalle bezeichneten Zustand nicht mehr weiter steigender Geldnachfrage bzw. zu Zinsen nahe am Nullpunkt. Somit kann eine expansive Geldpolitik ĂŒber die Zinsen nicht mehr erreicht werden. Als geldpolitische Gegenmaßnahme verbleibt dann noch die Quantitative Lockerung. Über die Offenmarktpolitik kann die Zentralbank eines Landes am Markt befindliche Anlageformen (beispielsweise Kreditforderungen von GeschĂ€ftsbanken) aufkaufen, um somit die Geldmenge trotz Null-Zinsen weiter ausdehnen zu können. Weiterhin gibt es das Konzept des Helikoptergeldes.

Sonstige Gegenmaßnahmen

Außerdem werden auch andere, jedoch von Politik und Wissenschaft kaum beachtete LösungsvorschlĂ€ge gemacht. So fordert die Freiwirtschaftslehre die EinfĂŒhrung einer GeldumlaufgebĂŒhr als drittes geldpolitisches Instrument der Zentralbank (neben Geldmenge und Zinssatz). Weiterhin könne eine Deflation auch durch private Initiativen wie Tauschringe und/oder durch Ausgabe einer privaten KomplementĂ€rwĂ€hrung bekĂ€mpft werden.

Deflationen in der Geschichte

Internationale wirtschaftliche Wachstumsstörungen im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts

Nach einer lĂ€ngeren weltwirtschaftlichen Wachstumsphase seit 1850 schlug die Konjunktur 1873 mit einem raschen Einbruch zahlreicher FinanzmĂ€rkte um. Die Baisse leitete eine bis 1879 dauernde scharfe ZĂ€sur ein. In den frĂŒhen 1880er Jahren hielt sich eine aufsteigende Tendenz, ehe erneut eine heftige zweite, bis 1886 dauernde Krise einsetzte. Eine weitere Abfolge von Auf- und nochmals leichtem Abschwung nach dem Zusammenbruch der Barings Bank 1890 geschah bis 1896. Wirtschaftstheoretiker der 1920er Jahre postulierten fĂŒr den Zeitraum von 1873 bis 1896 eine zusammenhĂ€ngende Weltwirtschaftskrise. Sie bezeichneten diese als Große Depression bzw. Lange Depression und verstanden sie als Teil einer Langen Welle (ökonomische Auf- und Abschwungphase) von 1850 bis 1896. FĂŒr die Situation im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn wird auch der Begriff GrĂŒnderkrise verwendet. Angesichts der ökonomischen Indikatoren (das Wirtschaftswachstum nahm insgesamt bloß leicht ab, die Preise fielen aber um durchschnittlich ein Drittel) spricht mehr fĂŒr eine Preis- als eine Produktionskrise, weswegen auch die alternative Epochenbezeichnung „Große Deflation“ vorgeschlagen wurde.

Globale Deflation wĂ€hrend der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre (in den USA auch als „Great Depression“ bezeichnet)

Die letzte große weltweit wirksame Deflation gab es in den frĂŒhen 1930er Jahre, als es zu einer sich selbst verstĂ€rkenden Schuldendeflation und in der Folge zu der Weltwirtschaftskrise kam.cite-ref-30[30] Verantwortlich dafĂŒr war vor allem die verfehlte Politik der US-Notenbank, die die Geldmenge um 30 % senkte. Die eigenen Probleme veranlassten die USA, ihre hohen Kredite an Deutschland zurĂŒckzufordern, wobei die Begleichung der Schulden hauptsĂ€chlich in Gold erfolgte. Da das umlaufende Geld im Deutschen Reich nur zu 40 % durch Gold und Devisen gedeckt sein musste, wirkte sich der Goldabfluss mit einem 2,5-fachen Hebel auf die Geldmenge aus, die dadurch drastisch sank. In der Folge verringerte sich der Geldumlauf ebenso schnell, was den Effekt weiter verstĂ€rkte. Die GehĂ€lter sanken, die Preise brachen ein und die Arbeitslosigkeit stieg auf mehr als sechs Millionen, was einem Anteil von 20 % der Erwerbsbevölkerung entsprach. Um den Goldabfluss zu stoppen, versuchte die deutsche Reichsregierung die Handelsbilanz zu verbessern, indem zur Erhöhung der internationalen WettbewerbsfĂ€higkeit Preise und Löhne gesenkt werden sollten (Innere Abwertung). Mit der 4. Notverordnung vom 8. Dezember 1931 wurden Lohn-, Preis- und Mietsenkungen auf das Niveau von 1927 angeordnet und die Deflation weiter verschĂ€rft.cite-ref-31[31] VerstĂ€rkt wurde die Deflationspolitik BrĂŒnings noch durch die konjunkturellen Folgen der Weltwirtschaftskrise und eine kontraktive Geldpolitik der Reichsbankcite-ref-north-329-32-0[32] (siehe Deflationspolitik).

In der Gemeinde Wörgl in Österreich wurde 1932 mit dem Freigeldexperiment, bei dem basierend auf der Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell so genannte Arbeitswertscheine mit einer monatlichen UmlaufsicherungsgebĂŒhr von 1 % des Nominale von der Gemeinde ausgegeben wurden, die Deflation erfolgreich bekĂ€mpft. Der Versuch wurde jedoch von der Österreichischen Nationalbank wegen Verletzung des Geldmonopols nach einem Jahr eingestellt. (Schuldendeflation)

Rezession im Japan der 1990er Jahre (auch als „Verlorene Dekade“ bezeichnet)

Etwa ab 1993 litt Japan unter fallenden Preisen verbunden mit einer starken Rezession und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Als Auslöser fĂŒr die japanische Krise werden im Allgemeinen die FinanzmĂ€rkte gesehen. So stieg der japanische Aktienindex Nikkei 225 zwischen 1985 und 1989 von 13.000 auf ĂŒber 38.000 Punkte – der Preis einer durchschnittlichen japanischen Aktie verdreifachte sich fast innerhalb von nur vier Jahren. Ähnlich wie die Aktienkurse entwickelten sich auch andere Vermögenspreise – z. B. fĂŒr Immobilien und GrundstĂŒcke. Die meisten Ökonomen deuteten dies als eine spekulative Blase, die sich zuerst ausdehnte und dann platzte.

In der Folge fiel der Nikkei-Index von 1990 bis 1992 auf 16.000 Punkte. Offensichtlich fĂŒhrte der enorme Vermögensanstieg in den 1980er Jahren zu einem Boom bei der Nachfrage nach japanischen Waren und Dienstleistungen, dem jedoch nach dem Platzen der Blase eine nicht minder starke Rezession folgte; die starken Verluste der Vermögenspreise (wie Aktien oder Immobilien) veranlassten die japanischen Konsumenten zu einem wesentlich stĂ€rkeren Sparverhalten. Die daraus folgende KonsumzurĂŒckhaltung fĂŒhrte zu einer Unterauslastung der ProduktionskapazitĂ€ten und der oben beschriebenen Deflationsspirale.

Der japanische Staat reagierte mit einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik. Allerdings empfahlen 1997 IWF sowie OECD den aufgrund des Deficit spendings gestiegenen Defiziten mittels restriktiver Fiskalpolitik entgegenzuwirken – woraus kein Wirtschaftsabschwung initiiert wĂŒrde.cite-ref-33[33] Es entstand ein Sparparadoxon. Japan geriet in die Deflation. Obwohl die Zentralbankzinsen in Japan ĂŒber Jahre nahe oder bei Null lagen und die japanische Zentralbank wiederholt quantitative Lockerung betrieb, konnte der private Sektor nicht mehr zu nennenswerten Mehrausgaben (Deleveraging) animiert werden (Bilanzrezession). Japan ist heute das mit Abstand am stĂ€rksten (öffentlich) verschuldete Industrieland der Welt. Eine teilweise Beendigung der Krise gelang erst 2003 und 2004 durch eine konsequente Restrukturierungspolitik verbunden mit dem Aufkauf fauler Kredite durch die Zentralbank.

Im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise fiel Japan allerdings in die Deflation zurĂŒck, im August 2009 stieg die Deflationsrate auf 2,4 % und lag damit höher als wĂ€hrend der Verlorenen Dekade.cite-ref-34[34]

Argentinien-Krise 1998–2002

In den 1990er Jahren litt Argentinien unter Hyperinflation. Um diese zu stoppen, wurde ein Currency Board, ĂŒber das sich das Land an den US-Dollar band, eingerichtet. Die Inflation konnte so zunĂ€chst deutlich zurĂŒckgefahren werden, allerdings schaffte es der Staat nicht, seine Verschuldung in den Griff zu bekommen, vor allem konnten nicht genĂŒgend Steuern eingetrieben werden. Infolge der Asienkrise ab 1998 bewerteten die Anleger auch Argentinien und den argentinischen Peso als Anlagemöglichkeit neu und verloren wegen der Überschuldung des Landes das Vertrauen. Das in der Folge abgezogene auslĂ€ndische Kapital verschĂ€rfte die Krise und zwang das argentinische Currency Board zu einer kontinuierlichen Erhöhung der inlĂ€ndischen Zinsen, um die Geldmenge an die schwindenden Devisenreserven anzupassen. Die Hochzinspolitik brachte aber Konsum und Investitionen zum Einbruch und fĂŒhrte zu einem starken RĂŒckgang der Preise (Argentinien-Krise). Anfang 2002 gab Argentinien seine Wechselkursbindung auf.

EU-LĂ€nder 2013/14 bis 2020

Die Inflationsrate Griechenlands war von 2013 bis 2015 negativ. Dasselbe gilt fĂŒr die Inflationsraten von Bulgarien, Zypern, Spanien und der Slowakei von 2014 bis 2016. Griechenland, Zypern, Spanien und die Slowakei gehören der EuropĂ€ischen WĂ€hrungsunion an, die bulgarische WĂ€hrung Lew ist an den Wechselkurs des Euro gebunden. In der EuropĂ€ischen Union (EU) und der Eurozone insgesamt war von 2011 bis 2015 eine disinflationĂ€re Entwicklung mit fallenden Inflationsraten zu beobachten. 2020 war die Inflationsrate in einigen LĂ€ndern der EU erneut negativ.

| Jahr | Bulgarien | Griechenland | Zypern | Spanien | Slowakei | EU | Eurozone |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 3,4 | 3,1 | 3,5 | 3,0 | 4,1 | 3,1 | 2,7 |
| 2012 | 2,4 | 1,0 | 3,1 | 2,4 | 3,7 | 2,6 | 2,5 |
| 2013 | 0,4 | −0,9 | 0,4 | 1,5 | 1,5 | 1,5 | 1,4 |
| 2014 | −1,6 | −1,4 | −0,3 | −0,2 | −0,1 | 0,6 | 0,4 |
| 2015 | −1,1 | −1,1 | −1,5 | −0,6 | −0,3 | 0,1 | 0,2 |
| 2016 | −1,3 | 0,0 | −1,2 | −0,3 | −0,5 | 0,2 | 0,2 |
| 2017 | 1,2 | 1,1 | 0,7 | 2,0 | 1,4 | 1,7 | 1,5 |
| 2020 | 1,2 | −1,3 | −1,1 | −0,3 | 2,0 | 0,7 | 0,3 |

Tabelle: JÀhrliche VerÀnderungsrate des harmonisierten Verbraucherpreisindexes (HVPI) in Prozent.cite-ref-35[35] Negative Werte sind farbig hinterlegt.

Siehe auch
Literatur

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‱ Michael Bordo, Andrew Filardo, AndrĂ©s Velasco, Carlo A. Favero: Deflation and monetary policy in a historical perspective: remembering the past or being condemned to repeat it? In: Economic Policy. Bd. 20, Nr. 44, 2005, ISSN 0266-4658, S. 799–844, JSTOR:3601059.
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‱ Charles Goodhart, Boris Hofmann: Deflation, credit and asset prices. In: Richard C. K. Burdekin, Pierre L. Siklos (Hrsg.): Deflation. Current and Historical Perspectives. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2004, ISBN 0-521-83799-5, S. 166–190.
‱ Manmohan S. Kumar, Taimur Baig, Jörg Decressin, Chris Faulkner-MacDonagh, Tarhan Feyzioğlu: Deflation. Determinants, Risks, and Policy Options (= International Monetary Fund. Occasional Paper. 221). International Monetary Fund, Washington DC 2003, ISBN 1-58906-227-2.

Weblinks

‱ Artikel ĂŒber die Deflation auf Vernunft Schweiz
‱ Video zum Thema Deflation von der DW (Deutsche Welle)

Einzelnachweise

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cite-note-66. ↑ Why deflation is bad. In: The Economist. ISSN 0013-0613 (economist.com [abgerufen am 23. Dezember 2022]).
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cite-note-3434. ↑ Deflation to pester Japan till 2012: IMF. In: The Japan Times, 2. Oktober 2009.
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